geschrieben von admin
Sonntag, 8. Oktober 2017
Die Geschichte von Halloween und die bekanntesten Bräuche für euch erklärt

Was ist Halloween?

Halloween wird traditionell am Abend des 31. Oktobers gefeiert. Viele von euch meinen vielleicht, dass das Halloween-Fest, wie wir es kennen, aus den USA kommt. Doch wie fast alle Feiertage und Feste hat auch Halloween eine längere Geschichte als viele von euch vermuten würden. Habt ihr euch auch immer gefragt, warum man sich an Halloween gruselig verkleidet oder warum Kürbisse mit gespenstischen Gesichtern geschnitzt werden? Und was heißt eigentlich „Süßes sonst gibt´s Saures“? Wir beantworten euch all eure Fragen zu Halloween und geben euch Inspirationen, wie ihr ein unvergessliches und spukhaftes Halloween-Fest feiern könnt. Zur passenden Shop-Kategorie mit vielen schaurig-schönen Produkten kommt ihr hier entlang.

Kleine Details runden die Halloween-Party perfekt ab

Woher kommt das Wort "Halloween"?

Das Wort Halloween leitet sich ab von „All Hallows Eve“, also dem Abend vor Allerheiligen, welches Christen am 1. November feiern. Seinen Ursprung hat Halloween jedoch zum Teil im keltischen Fest „Samhain“, das jeweils in der Nacht vom 31. Oktober zum 1. November gefeiert wurde. Die Kelten hatten eine andere Kalenderrechnung und feierten am 1. November ihren Jahresanfang. Dieser Tag markiert das Ende des Sommers und der Ernte und den Beginn des dunklen, kalten Winters, einer Zeit des Jahres, die oft mit menschlichem Tod verbunden war. Die Kelten glaubten, dass in der Nacht vor dem neuen Jahr die Grenzen zwischen den Welten der Lebenden und der Toten verschwimmen würden. Daher verkleideten sich die Menschen mit gruseligen Kostümen und Masken, um die Geister zu verjagen oder um nicht von ihnen als Lebende erkannt zu werden. Die Kelten befürchteten sonst, die Geister würden von ihren Seelen Besitz ergreifen.

Die Christen feiern am Tag nach Allerheiligen das Fest Allerseelen, bei dem sie aller Verstorbenen gedenken. Auch die Christen glaubten lange daran, dass an Allerseelen die Toten auf die Erde zurückkehren, um mit den Lebenden Kontakt aufzunehmen.

In den USA findet sich Halloween-Dekoration Drinnen und Draußen

Warum ist Halloween gerade in den USA so beliebt?

Das keltische Gebiet erstreckte sich auf das heutige Irland, Großbritannien und Teile Frankreichs. Mit der Christianisierung vermischten sich keltische Bräuche mit den christlichen Festen Allerheiligen und Allerseelen. Lange Zeit feierte man Halloween daher nur in den christlichen Regionen Großbritanniens und Irlands. Als die Irländer um 1840 in die USA einwanderten, brachten sie nun auch ihre Halloween-Bräuche mit ins Land, von wo aus sie ihren Weg in die ganze Welt nahmen.

Jack O'Lantern darf bei keiner Halloween-Party fehlen

Welche Bedeutung hat der Halloween-Kürbis Jack O'Lantern?

Ganze Scharen von Kürbis-Köpfen bevölkern Halloween-Feste. Aber was hat es mit den geschnitzten Kürbissen auf sich? In Irland erzählte man sich zu Halloween die Geschichte von Jack O'Lantern. Ein Mann namens Jack hat sich auf einen Pakt mit dem Teufel eingelassen. Er lockte den Teufel auf einen Baum und ritzte ein Kreuz in die Baumrinde, sodass der Teufel auf dem Baum gefangen war. Jack verhandelte mit dem Teufel und ließ ihn erst wieder vom Baum herabsteigen, als der Teufel ihm versicherte, Jack würde keine Angst mehr vor ihm haben. Als Jack Jahre später verstorben war, wurde er aufgrund des Paktes mit dem Teufel nicht in den Himmel aufgenommen. Doch der Teufel wollte Jack auch in der Hölle nicht willkommen heißen. Stattdessen gab er ihm eine ausgehöhlte Rübe mit glühender Kohle für die dunkle Zwischenwelt, sodass Jack O'Lantern auf ewig in der Zwischenwelt hängen geblieben ist.

Zu Halloween wurden alle Arten von Rüben ausgehöhlt, mit einem Gesicht – vielleicht mit dem von Jack O'Lantern – versehen und mit einer Kerze beleuchtet. Als die Iren nach Amerika kamen, entdeckten sie im Kürbis eine bessere und größere Alternative für ihre Halloween-Laternen.

Süßes oder Saures - mit dem Spruch fragen Kinder nach Süßigkeiten zu Halloween

Was bedeutet der Spruch "Trick or Treat"?

Wenn Kinder zu Halloween an Türen klopfen oder klingeln und „Süßes sonst gibt's Saures“ rufen, dann fragt sich mittlerweile in Deutschland niemand mehr, was das heißt. Denn der Brauch „trick or treat“ (übersetzt: Süßes sonst gibt's Saures) ist längst auch hier angekommen. Die Kinder klingeln an Türen, um lauter süße Leckereien zu sammeln. Und damit auch jeder etwas rausrückt, wird mit „trick or treat“ gedroht. Wer also keine Eier an der Hausfront kleben haben möchte, sollte lieber ein paar Kekse parat haben...

Seinen Ursprung hat dieser Halloween-Brauch im christlichen Fest Allerseelen, bei dem im 11. Jahrhundert in England und Irland Brote mit Johannisbeeren (sog. Seelenkuchen) an Bettler verteilt wurden, die im Gegenzug versprachen, für die Verstorbenen zu beten.

Verkleidungen sind ein großer Spaß zu Halloween

Warum verkleiden wir uns an Halloween?

Hexen, Geister, Zombies, Vampire und gruselige Gestalten bevölkern zu Halloween die Straßen. Ursprünglich verkleideten sich die Kelten, um von den Geistern nicht erkannt zu werden, von denen sie glaubten, sie würden in der letzten Oktobernacht unter den Lebenden wandeln. Auch die Christen feierten an ihren Festen Allerheiligen und Allerseelen Paraden, bei denen sie Kostüme und Masken trugen. Heute hat sich das Verkleiden auch auf Figuren aus Märchen, Film und Fernsehen erweitert. Graf Dracula, Schneewittchen, Superman, Betty Boop und Mickey Mouse vergraulen heute zwar keine Geister mehr, machen aber aus einer Halloween-Party eine wunderbare Kostüm-Party.

Haben wir ein wenig Licht ins Dunkel bringen können? Wir hoffen dass auch ihr mit neuem Wissen ausgestattet in die Halloween-Nacht entwischen könnt. Und nicht vergessen, am 31.10. lieber ein paar Süßigkeiten im Haus haben, sonst gibt's Saures.

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